Sperre vermeiden: eHBA-Austausch bis 30. Juni 2026
Der Verschlüsselungsstandard RSA wird vom moderneren, sichereren ECC-Verfahren (Elliptic Curve Cryptography) abgelöst. Deshalb müssen schon seit Monaten elektronische Heilberufsausweise (eHBA) der Generation 2.0 umgetauscht werden. Mit dem Quartalsende endet auch die Frist dafür.
Zeitgleich müssen auch bestimmte eHBA der Generation 2.1 von D-Trust und SHC+Care ausgetauscht werden, die bereits ECC-ready sind. Hier wurde von einem Forscherteam eine theoretische Schwachstelle bei den verwendeten Chips entdeckt. Betroffene Karten sind am Schriftzug „Idemia“ auf der Rückseite zu erkennen.
Werden die risikobehafteten eHBA nicht bis zum 30. Juni 2026 getauscht, werden sie gesperrt und können nicht mehr genutzt werden. Das Ausstellen von E-Rezept oder eAU wäre dann nicht mehr möglich.
Die gematik empfiehlt daher, einen notwendigen Kartentausch so schnell wie möglich einzuleiten. Aufgrund des hohen Bestellaufkommens ist mit Wartezeiten zu rechnen. Außerdem genügt es nicht, die neue Karte nur rechtzeitig zu erhalten – sie muss vor dem 1. Juli 2026 auch aktiviert, freigeschaltet und in die Praxis-IT integriert sein.
Konkrete Informationen zum Umtausch liefern die eHBA-Anbieter sowie die gematik.
Quellen: Bundesärztekammer, gematik, Deutsches Ärzteblatt und Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV)